Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein
Trägerschaft |
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Historischer Verein FL |
Leitung |
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Dr. Cornelia Herrmann
Plankner Str. 39 FL-9494 Schaan Tel.: 004232367538 Email: cherrmann@hvfl.li
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Vor mehr als fünf Jahrzehnten erschien als Jahresgabe der Gesellschaft für Schweizerische
Kunstgeschichte in der Reihe "Kunstdenkmäler der Schweiz" ein Sonderband über
die "Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein". Dieser von Dr. Erwin
Poeschel bearbeitete Band war über viele Jahre von grundlegender Bedeutung und wurde als
Standardwerk zur Kunstgeschichte des Fürstentums Liechtenstein und seiner elf Gemeinden
bezeichnet. Poeschel hatte vor allem kirchliche Denkmäler, Burgen, deren Inventar sowie einige
wenige Bürger- und Bauernhäuser erfasst. Doch heute Bedeutendes, wie Profanbauten in
ihrem Ensemble, Ortsbilder und Siedlungsentwicklung waren damals kaum beachtete Themen.
Ausserdem hat der Begriff des Kunstdenkmals nach dem Zweiten Weltkrieg eine bedeutende
Erweiterung erfahren. Neue Kategorien, wie Industriebauten, Brücken und Bauten des
Historismus, aber auch die Leistungen des frühen 20. Jahrhunderts müssen heute
berücksichtigt werden. Restaurierungen führten zu neuen Entdeckungen, und die
Forschung hat inzwischen auf archäologischem, denkmalpflegerischem, historischem und
kunsthistorischem Gebiet erweiterte Kenntnisse zu verzeichnen. Zudem hat sich Liechtenstein in den
letzten fünf Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Die Aufnahme in den schweizerischen Zoll- und
Wirtschaftsverband 1923 war von entscheidender Bedeutung und nach der Weltwirtschaftskrise
um 1930 wurden die Weichenstellungen für die beginnende Industrialisierung des Landes
eingeleitet. Seit etwa 1965 zählt Liechtenstein zu den wohlhabendsten Ländern der Welt.
Eine Grosszahl der neuen Kulturgüter in Liechtenstein entstand erst in der Zeit nach 1920, die
zugleich die Zeit der grössten Bevölkerungs- und Siedlungsexplosion und somit drastischer
Veränderungen im Siedlungsraum darstellt.
Alle diese genannten Umstände machten eine Neubearbeitung der "Kunstdenkmäler
des Fürstentums Liechtenstein" notwendig. Das Projekt wurde unter die Trägerschaft
des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein gestellt und die Finanzierung im
Rahmen eines Verpflichtungskredites des Landes, zur Hälfte getragen von den elf Gemeinden,
sowie privater zweckgebundener Sponsorenbeiträge gewährleistet. Die Kunsthistorikerin
Dr. Cornelia Herrmann, Triesen, nahm am 1. Oktober 1999 ihre Arbeit als Autorin auf. Sie ist für
Grundlagenforschung und Manuskript zuständig. Als Herausgeberin zeichnet die Gesellschaft
für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK) in Bern verantwortlich. Zur Begleitung und Herausgabe
des Buches hat der Historische Verein im Jahr 2000 die Fachkommission "Kunstdenkmäler
des Fürstentums Liechtenstein" eingesetzt:
Lic.phil. Eva Pepic,
Domus, Gemeinde Schaan (Vorsitz)
Dr. Alfons Raimann,
Amt f. Denkmalpflege & Inventarisation, Frauenfeld (Begutachter)
Lic.phil. Patrik Birrer,
Hochbauamt, Bereich Denkmalpflege, Vaduz
Hansjörg Frommelt,
Hochbauamt, Bereich Archäologie, Triesen
Lic.phil. Norbert W. Hasler,
Landesmuseum, Vaduz/Triesen
Franz Näscher,
Pfarrer im Ruhestand, Katholisches Pfarramt, Gamprin-Bendern
Lic. phil. Paul Vogt,
Liechtensteinisches Landesarchiv, Vaduz
Dr. Uwe Wieczorek,
ehemals Fürstliche Sammlung, Vaduz
Bearbeitet wurden 1999-2006 die Kunstdenkmäler der Gemeinden des Liechtensteiner Oberlands Sowie der Gemeinde Eschen. Eine
Ausweitung von einem auf zwei Bände wurde von der Autorin empfohlen, der Antrag vom Vorstand
des Historischen Vereins, der Fachkommission, dem Begutachter und der GSK mit getragen. Nachdem die
Gemeinden der Erweiterung und einer entsprechenden Kostenbeteiligung zugestimmt hatten, wurde im
August 2002 mit Bericht und Antrag der Regierung an den Landtag (71/2002) die Erweiterung der
Neubearbeitung der "Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein"
erläutert und zur Genehmigung eines Ergänzungskredites unterbreitet. In seiner Sitzung
vom 19. September 2002 hat der Liechtensteinische Landtag dem Ergänzungskredit für
die Erweiterung auf zwei Bände und für die Sachkosten die Zustimmung erteilt. Der zweite Band ("Das Unterland") ist in Bearbeitung.
Die Chance zur weitsichtigen Darstellung des architektonischen und künstlerischen Erbes ohne
fragmentierende Entstellung, d.h. zur kohärenten Darstellung der Siedlungen und Gebäude,
die heute das gebaute Liechtenstein ausmachen, wurde somit genutzt.
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