Lebenslauf Dr. h. c. David Beck
«Kurzer Lebenslauf», aus: «Zum Gedenken an die verstorbenen Vorsitzenden des Historischen Vereins» von Alois Ospelt, in Jahrbuch des Historischen Vereins, Band 100, S. 185-186.

David Beck wurde am 10. Mai 1893 als Sohn des Baumeisters Gottlieb und der Maria Beck, geborene Bühler, in Triesenberg geboren. Nach dem Volksschulabschluss in Triesenberg war er zunächst im väterlichen Landwirtschaftsbetrieb tätig. 1915 trat er als Spätberufener ins Lehrerseminar Feldkirch ein, das er 1919 mit dem Lehrerpatent abschloss. In der Folge unterrichtete er als Primarlehrer bis 1938 in Triesenberg und dann bis zu seiner Pensionierung 1961 in Vaduz, Ebenholz. 1924 verheiratete er sich mit Emma Ospelt aus Vaduz. Neben seinem Lehrerberuf hatte David Beck in verschiedenen Vereinen leitende Funktionen inne und stellte sich für öffentliche Ämter zur Verfügung. Er war 1935 bis 1953 Mitglied des Staatsgerichtshofs sowie 1942 bis 1957 Mitglied des Gemeinderats von Vaduz. 1955 bis 1966 stand er dem Historischen Verein vor und betreute nebenamtlich dessen Sammlungen im Landesmuseum. David Beck widmete sich in seinen nebenberuflichen Studien vor allem der Volkskunde und beteiligte sich an der internationalen Walserforschung. Seine grössten Erfolge erzielte er auf dem Gebiet der Urgeschichtsforschung. Die Universität Basel verlieh ihm für seine volkskundlichen und urgeschichtlichen Studien 1963 das Ehrendoktorat. Dr. David Beck starb nach schwerer Krankheit am 21. Mai 1966 im 74. Lebensjahr.


